„We one World“-Aktion ein voller Erfolg

Begegnung schaffen für ein gesellschaftliches Miteinander, das ist die Mission von „We one World“. Mit der Aktion „Ein Essen – viele Begegnungen“ vom 12. bis 16. Dezember ist dies auf zweifache Weise gelungen: Zum einen als kulinarische Begegnung mit Gerichten aus der Heimat von Geflüchteten zum anderen als persönliche Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen.

Das Studierendenwerk Münster unterstützte die Aktion mit großem persönlichen Einsatz und mit vielen eigenen Ideen. Fünf Tage lang standen syrische, afghanische und eritreische Gerichte auf dem Speiseplan des Aktionsstandes in der Mensa am Aasee. Über 1200 Speisen wurden in dieser Woche am Aktionsstand ausgegeben. „Das ist sehr viel mehr, als üblich“ so Peer Lüttecke, Sachgebietsleiter des Studierendenwerks. „Und wir konnten Gäste begrüßen, die sehr neugierig auf die ungewohnten Speisen waren“ ergänzt Franz-Josef Wehmöller, engagierter Chefkoch der Mensa am Aasee.
Auch Kawa Eibesh, der aus Afrine in Syrien stammt und die Projektgruppe „We one World“ vom Fachbereich Design bei der Organisation der Woche unterstützt hat, ist beeindruckt. „Es war ungewohnt aber auch sehr schön, Rezepte von zu Hause in der Mensa essen zu können und zu sehen, dass sie auch den Münsteranern schmecken“, so sein Fazit. Nina Lakeberg, Mitglied der Projektgruppe freut sich, dass das Interesse der Mensagäste für Gewürze und Essgewohnheiten aus den fernen Ländern geweckt werden konnte. „Damit haben wir dazu beigetragen, Begegnungen zu schaffen, so wie es unser Ziel für diese Woche war“, so die Designstudentin.

Die Aktionswoche entstand innerhalb eines Seminars unter der Leitung von Prof. Tina Glückselig und der Lehrbeauftragten Carina Eckes. „Im Seminar sollen nicht nur Maßnahmen für die Begegnungen zwischen Münsteranern und Geflüchteten geplant, sondern auch umgesetzt werden. Die kulinarische Woche in der Mensa ist inzwischen die dritte Aktion, die Studierende des FB Design durchführen“, erläutert Glückselig. Neben der FH Münster haben zahlreiche Sponsoren die Aktion unterstützt. Nur so konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. „Dafür ein herzliches Danke“, so die Professorin.

Ein unerwartetes Ergebnis ist, dass die syrischen, afghanischen und eritreischen Gerichte der Aktionswoche in die Rezeptsammlung der Mensen in Münster übernommen werden und damit die kulinarische Bandbreite der Mensen erweitern. „Eine tolle Aktion, die bestimmt nicht das letzte Mal stattgefunden hat“, fasst Peer Lüttecke vom Studierendenwerk Münster die Aktionswoche zusammen. Das Studierendenwerk könne sich vorstellen, weiter mit „We one World“ zu kooperieren und die Aktion auf andere Mensen in Münster auszuweiten.

„We one World“ ist ständig auf der Suche nach neuen und traditionellen Rezepten aus Kulturen der ganzen Welt. Dazu gibt es einen Blog mit Rezepten und Geschichten, die von und mit Geflüchteten aufgeschrieben wurden. Die Sammlung kann von jedem Blog-Besucher durch neue Rezepte erweitert werden. Er ist erreichbar unter http://weoneworldblog.tumblr.com/.