Arbeit

Hauptziel und Grundvoraussetzung für unsere pädagogische Arbeit ist es, jedem Kind durch liebevolle Zuwendung und akzeptierendes Verhalten einen Zustand von emotionaler Geborgenheit zu vermitteln. Dies können wir aber nur, wenn Sie als Eltern uns Ihr Vertrauen schenken und somit helfen, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Wir verstehen unsere Arbeit ausdrücklich nicht als Elternhausersatz. Uns ist es wichtig, eher eine ausgleichende und ergänzende Funktion zum Elternhaus zu übernehmen.

  • Pädagogische Ziele

    Zu unseren pädagogischen Zielen zählen wir insbesondere die Entwicklung des Sozialverhaltens, die sensomotorische Entwicklung und die physiologische Entwicklung der Kinder. Das Sozialverhalten der Kinder fördern wir mit gemeinsamen Spielen und Beschäftigungen, Ausflügen und Spaziergängen. Die Kinder lernen Rücksicht und Toleranz zu üben, Konflikte konstruktiv zu lösen und sich in der Gruppe einzuordnen.
    Bei der Entwicklung der sensomotorischen Fähigkeiten (Sprachentwicklung und Entwicklung der geistigen und kognitiven Fähigkeiten) üben wir mit den Kindern das bewusste Sprechen, Kennenlernen und Wiedererkennen von Formen und Inhalten anhand von Bilderbüchern, Singen von Liedern und mehr. In diesem Zusammenhang ist für uns der Bezug zum Begriff „Intelligenz“ nicht oder nur begrenzt maßgebend. Wir sprechen beim Einordnen der Fähigkeiten vom Entwicklungsstand.
    Die physiologische Entwicklung der Kinder beurteilen wir mit den Methoden der Beobachtung und des Vergleichs. Mit gezielten Übungen, wie Greifen, Krabbeln, Laufen, Springen (Grobmotorik), Finger- und Steckspiele, Puzzle etc. (Feinmotorik) versuchen wir ausdrücklich nicht zu fördern, sondern den normalen biologischen Entwicklungsverlauf der Kinder nur angemessen zu begleiten. Ein übertriebenes Leistungsdenken halten wir für eher schädlich. Wir halten es für viel wichtiger, die Sicherheit des Kindes bei den erworbenen Fähigkeiten zu festigen und besonders durch den Vergleich, eventuell zu beobachtende Auffälligkeiten möglichst frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, Ihnen als Eltern durch die Empfehlung ggf. notwendiger Maßnahmen eine sorgsame Beratung bieten zu können.

  • Gruppengestaltung

    Zu jeder Gruppe gehört ein Spiel-, ein Schlaf-, ein Toiletten- und ein Wickelraum. Der Schlafraum ist auch zum Spielen für die Kinder gedacht, die sich zurückziehen wollen, zum Beispiel zum Rollenspiel, Musik hören, Bilderbuch lesen. Drei Spielplätze, in unsere Anlage integriert, gehören zur Einrichtung. Das Mittagessen wird überwiegend in der hauseigenen Küche zubereitet.

  • Aktivitäten

    Musikalische Früherziehung wird bei uns in jeder Gruppe angeboten. Hier können die Kinder mit Musikinstrumenten und mit Rhythmus experimentieren, Lieder singen, Fingerspiele machen oder sich einfach zur Musik bewegen. Ältere Kinder können in unseren Turngruppen ihren Bewegungsdrang ausleben. Jeweils neun Kinder besuchen abwechselnd eine Turnhalle. Dort können die Kinder sich austoben, mit anderen Bewegungsmaterialien experimentieren, neue Bewegungserfahrungen machen und ihre Grenzen testen.

  • Zusammenarbeit mit den Eltern

    Wir sind an einer engen, offenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern besonderes interessiert. Wir wünschen uns, dass unterschiedliche Ansichten, konstruktive Kritik oder auch Anregungen zwischen Ihnen und unserem Team frei besprochen werden. Wir bitten Sie, uns im Interesse Ihrer Kinder insbesondere auch häusliche Veränderungen wie z. B. die Geburt eines Geschwisterkindes, ein Umzug oder auch eine Trennung der Eltern mitzuteilen, da dies die Arbeit mit den betroffenen Kindern erleichtert und es uns ermöglicht, ein verändertes Verhalten ggf. besser zu verstehen.

    Für einen ausführlichen Austausch stehen Elterngespräche und Elternabende zur Verfügung. Hier werden organisatorische Fragen, Probleme und spezielle Themen angesprochen. Die Eltern haben in bestimmten Bereichen ein Vorschlagsrecht, z. B. bei Neueinstellungen, Entlassungen, Gestaltung der Räume usw.