Gastronomische Einrichtungen

1.710.495
Essen wurden im Jahr 2023 verkauft
28,07%
des verkauften Essens enthielten Fisch oder Fleisch
28,77%
der verkauften Gerichte waren vegetarisch
43,21%
der verkauften Gerichte waren vegan
Collage mit einem Teller mit Pommes frites und einem Burger, einer Gruppe von Personen, die an einer Cafeteria-Theke Essen auswählen, der Außenseite eines Gebäudes mit der Aufschrift Mensa und verschiedenen Symbolen aus dem Bereich Essen.
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Im letzten Jahr besuchten über 2 Millionen Kundinnen und Kunden unsere Einrichtungen.

"Studierende wollen mehr als ein einfaches Sellerieschnitzel"

Eröffnung der ersten vegan-vegetarischen Mensa in Münster: Anfang Oktober hat das Studierendenwerk Münster die erste vegan-vegetarische Mensa eröffnet. In der Mensa am Bispinghof wird seit dem Wintersemester 2023/2024 ohne tierische Produkte gekocht. Was die Umstellung für Auswirkungen hatte und welchen Herausforderungen sich das Team stellen muss, erzählt Peer Lüttecke, Abteilungsleiter für die Mensen im Studierendenwerk Münster.

Anfang des Wintersemesters ist die Mensa am Bispinghof mit dem neuen Konzept gestartet. Wie kamen Sie auf die Idee?

Die Nachfrage bei den Studierenden nach fleischlosen Gerichten wurde immer größer. Da stellte sich für uns die Frage, warum stellen wir nicht eine Mensa auf ein rein vegan-vegetarisches Angebot um? Und da fiel sofort der Fokus auf die Mensa am Bispinghof, weil wir im Umfeld noch viele Alternativen haben, wo man auch Gerichte mit Fleisch essen kann. Und die Zahlen der Entscheidung sprechen jetzt deutlich dafür.

Peer Lüttecke, Verantwortlicher für die Mensen, arbeitet seit 29 Jahren im Studierendenwerk.

Gab es Herausforderungen bei der Umstellung auf ein rein vegan-vegetarisches Essensangebot?

Baulich und technisch gesehen mussten wir die Mensa nicht verändern. Intern hat sich geändert, dass das Personal im Bispinghof nun deutlich mehr mit den Händen arbeitet. Von der Arbeitsweise her kocht man mehr wie früher, denn es steckt deutlich mehr Handwerk in den Gerichten. So eine Folienkartoffel hat ja auch ein paar Bearbeitungsschritte, du musst sie waschen, anstechen, dann kommt sie in den Backofen, dann wird sie halbiert, die Margarine kommt dazu und so weiter. In Zeiten von Personalmangel ist das natürlich auch schwierig. Man könnte auch ein Sellerieschnitzel nehmen, es einmal durch die Fritteuse ziehen und es ist fertig. Die Studierenden wollen aber mehr als ein einfaches Sellerieschnitzel, du musst dir heutzutage schon mehr einfallen lassen.

Wie kam die Umstellung bei der Belegschaft der Mensa an?

Die Kolleginnen und Kollegen im Bispinghof haben sich richtig reingekniet in das Thema. Die waren ja bei der Planung schon beteiligt und es kommen bis heute immer wieder Ideen aus der Belegschaft selbst. Einmal hatten wir Zwiebeln und Paprika übriggehabt, diese wurden dann gepickelt und weiter beim Salatbuffet angeboten. Der nachhaltige Gedanke kam also auch beim Team an.

Auch das Team in der Mensa am Bispinghof hat den nachhaltigen Gedanken angenommen.

Und wie fanden es die Gäste? War es für sie eine große Umstellung am Anfang?

Die ersten Tage der Umstellung waren natürlich schwierig. ‚Ja, warum gibt es hier kein Fleisch mehr? Wir wollen nicht bevormundet werden‘ – das wurde an uns durch die sozialen Medien herangetragen. Vor der Umstellung haben viele Stammgäste gesagt, sie kommen nicht mehr, aber im Endeffekt sind sie alle wieder da. Man sieht es ja auch jetzt an den Zahlen … vorher hatten wir 1.100 Essen pro Tag, jetzt 1.600. Und wir hätten nicht gedacht, dass bei 1.100 Essen überhaupt Luft nach oben ist, weil wir ja auch bedingt durch die Sitzplätze gar nicht die Kapazitäten haben. Ist schon krass, wie viele neue Gäste wir da noch begeistern konnten.

Die Mensa am Bispinghof ist also ein toller Erfolg. Sollen denn in Zukunft noch weitere Mensen auf vegan-vegetarisch umgestellt werden?

Geplant ist es erstmal nicht. Denn eigentlich soll der Gast entscheiden, was er auf dem Teller haben will und ein Drittel der Gäste sagt ja immer noch, wir hätten gerne Fleisch oder Fisch und deswegen bedienen wir das natürlich auch. Unser Ziel wird sein, dass wir Fleisch aus einer guten Tierhaltung, Haltungsstufe 4, verwenden. Das Rindfleisch für unsere Mensen bekommen wir seit 2017 schon vom einem regionalen Hof, der Wert auf eine artgerechte Tierhaltung legt. Diese Entwicklung wollen wir mit dem Schweinefleisch fortsetzen.

Und zum Schluss wollen wir natürlich wissen: Was ist Ihr Lieblingsgericht in der Mensa am Bispinghof?

Auf jeden Fall die Pasta Al Limone. Ich mag Pasta sowieso gerne und dann hat man diesen Frischekick mit dem Zitronenabrieb, dem Parmesan … aber die Bowls sind auch klasse! Man kann sich was zusammenstellen, dann ein schönes Dressing drüber. Die sind auch richtig was fürs Auge.

Eine geräumige, moderne Cafeteria mit langen weißen Tischen und Reihen von schwarzen, grauen und weißen Stühlen. Der Raum ist hell mit natürlichem Licht, und im Hintergrund befinden sich Pflanzen und ein Essensausgabebereich.

Neue Möbel für die Mensa am Ring

Helle Farben, warme Holztöne und gepolsterte Sitzbänke: Die Mensa am Ring erstrahlt seit November 2023 im neuen modernen Ambiente. „Uns war es besonders wichtig, ergonomisch allen Besucherinnern und Besuchern der Mensa gerecht zu werden”, erklärt Markus Heming, Abteilungsleiter Verwaltung der Gastronomischen Einrichtungen. 

„Deswegen haben wir uns bei der neuen Bestuhlung unter anderem für verschiedene Sitzhöhen entschieden. Es gibt Sitzbänke, Hocker mit Hochtischen und natürlich neue Stühle und Tische.” Zusätzlich wurde der Anstrich erneuert sowie neue Stellwände errichtet, um die Optik an der Geschirrrückgabe zu verbessern. Der Abteilungsleiter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Die neuen Möbel sind optisch sehr ansprechend und werden gut von den Studierenden angenommen. Zusätzlich war es super, dass wir die alten Tische und Stühle gesammelt an ein junges Unternehmen aus Berlin verkaufen konnten. Dass die Möbel weiter genutzt werden, freut uns im Sinne der Nachhaltigkeit natürlich besonders!”

Eine moderne, helle Cafeteria mit hölzernen Stehtischen, schwarzen gepolsterten Barhockern, quadratischen Tischen mit schwarzen Stühlen, großen Fenstern und einem Küchenbereich im Hintergrund.

Wiedereröffnung Bistro Pi

Das Bistro Pi in der Einsteinstraße musste 2020 wegen Corona schließen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes und der veralteten Küchentechnik nutzten das Team der Gastronomischen Einrichtungen in guter Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Gebäudemanagement und der Universität Münster die Zeit nach der Pandemie, um das Bistro rundum zu erneuern. 

Mit einem neuen Boden, einer neuen Ausgabe, neuer Elektrik und einer komplett neuen Einrichtung im Küchen- und Gastraumbereich, feierte das Bistro Pi Anfang Oktober seine Wiedereröffnung. Studentinnen und Studenten können sich seitdem auf 25 Plätzen mit belegten Brötchen, kalten und warmen Getränken sowie Süßwaren, frischem Obst und Snacks verpflegen. Finanziert wurde das Projekt zusammen mit der Universität Münster.

Eimer mit verschiedenen Speisen auf einem Tisch, darunter Brötchen, Würstchen, gemischtes Gemüse, gewürzte Kartoffelscheiben, gebratene Hähnchenstücke und ein gelbes Reis- oder Getreidegericht mit Gemüse.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Seit 2017 besteht eine erfolgreiche Kooperation zwischen den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der foodsharing-Bewegung Münster und dem Studierendenwerk Münster. 

Neben den bereits beteiligten Einrichtungen wie dem Bistro Denkpause und den Mensen am Aasee und Bispinghof, sind dieses Jahr nun auch die Mensa am Ring und die Mensa Da Vinci Teil des Projekts geworden. Die Helferinnen und Helfer von foodsharing retten vor allem fertige Gerichte und Beilagen wie Nudeln, Reis und Kartoffeln, die nicht verkauft wurden, vor der Mülltonne. Die Lebensmittel werden dann an festgelegte Verteilstationen, wie die Fairteilbar in Münster, weitergegeben. Die internationale Bewegung foodsharing setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Ernährungssystem ein. Dabei steht an erster Stelle das Ziel, die Verschwendung von Lebensmitteln in der Zukunft gänzlich zu vermeiden.

Essenszahlen Mensen im Jahr 2023

Mensen Verkaufte Essen
Mensa am Ring  593.305
Mensa am Aasee 444.305
Mensa Da Vinci 189.327
Mensa Bispinghof 217.844
Mensa Steinfurt 79.091
Summe 1.523.872

Essenszahlen Bistros im Jahr 2023

Bistros Verkaufte Essen
Bistro KaBu 28.908
Bistro Oeconomicum 50.570
Bistro Denkpause 76.362
Bistro katho 9.512
Bistro Durchblick 21.271
Bistro Pi Keine warme Mittagsverpflegung
Summe 186.623
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Viele Menschen haben im Jahr 2023 in der Mensa gegessen.

Es waren mehr als 2 Millionen Menschen.

Das Essen war sehr oft ohne Fleisch.

Fast die Hälfte von dem Essen war vegan.

Mensa am Ring

Die Mensa am Ring hat neue Möbel.

Die Möbel sind aus Holz.

Es gibt Bänke und Hocker.

Die Stühle haben verschiedene Höhen.

Das ist gut für den Körper beim Sitzen.

Die alten Möbel nutzt jetzt eine andere Firma.

Das ist gut für die Umwelt.

Bistro Pi

Das Bistro Pi ist wieder offen.

Alles wurde neu gemacht.

Es gibt dort 25 Plätze zum Sitzen.

Dort gibt es Snacks und Obst.

Es gibt auch warme und kalte Getränke.

Essen retten

Das Studierendenwerk wirft wenig Essen weg.

Es arbeitet mit der Gruppe Foodsharing zusammen.

Helfer holen das restliche Essen ab.

Das sind zum Beispiel Nudeln oder Reis.

Andere Menschen bekommen dieses Essen dann umsonst.