Studentisches Wohnen
Umstellung auf Pauschalmieten
Zum 01.01.2025 wurde in weiteren Wohnanlagen die Abrechnung der Betriebskosten auf eine Inklusivmiete umgestellt. Konkret war dies in Wohnanlagen am Horstmarer Landweg, am Rudolf-Harbig-Weg und an der Busso-Peus-Straße der Fall. Damit entfällt die bisherige jährliche Nebenkostenabrechnung; die monatliche Gesamtmiete bietet den Mieterinnen und Mietern künftig ein hohes Maß an Transparenz und Planungssicherheit.
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Die Inklusivmiete umfasst neben der Grundmiete sämtliche Betriebskosten gemäß Betriebskostenverordnung sowie – abhängig von der jeweiligen Wohnanlage – zusätzliche Leistungen wie Multimediaanschlüsse oder Möblierung. Der individuelle Stromverbrauch bleibt weiterhin von den Mietparteien direkt mit den jeweiligen Versorgern abzurechnen.
Mit der Umstellung wird die Vereinheitlichung der Mietstruktur im Bestand konsequent weitergeführt. Gleichzeitig bleibt im Sinne einer kostendeckenden Bewirtschaftung die Möglichkeit bestehen, Pauschalen an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen – sowohl nach oben als auch nach unten.
Die Maßnahme wird flankiert von der fortlaufenden Sensibilisierung der Mieterschaft für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen, um sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit langfristig zu sichern.
Neue Notunterkünfte für Studierende
Zum Semesterstart steigt die Nachfrage nach studentischem Wohnraum in Münster regelmäßig stark an. Besonders (internationale) Erstsemesterstudierende stehen dabei häufig vor der Herausforderung, kurzfristig keine passende Unterkunft zu finden. Um in solchen Situationen schnell und unbürokratisch helfen zu können, bietet das Studierendenwerk Münster in der Wohnanlage Wilhelmskamp an der Steinfurter Straße 67-81 eine Notunterkunft an.
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Modernisierung der Notunterkünfte
Anfang des Jahres wurde dieses Angebot grundlegend modernisiert. Die bisherige Lösung mit provisorischen Betten und Stofftrennwänden wurde durch 16 möblierte Gartenhütten ersetzt. Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement mit dem Ziel, eine kurzfristig umsetzbare, robuste und zugleich sichere Übergangslösung zu schaffen. Die neuen Unterkünfte bieten den Studierenden deutlich mehr Privatsphäre und Komfort. Jede Hütte ist mit Bett, Schreibtisch und Schrank ausgestattet sowie innen und außen abschließbar. Zusätzlich verfügen alle Einheiten über Rauchwarnmelder und erfüllen damit wichtige Sicherheitsstandards.
Angebot für Studierende in Notsituationen
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Studierende in akuten Notsituationen und ist als kurzfristige Übergangslösung konzipiert. Die Aufenthaltsdauer ist daher auf maximal zwei Monate begrenzt. Die Nutzungskosten betragen 10 Euro pro Nacht inklusive Nebenkosten und Internet; zusätzlich wird eine Kaution erhoben.
Neubauprojekt am Gescherweg 86-88: 190 zusätzliche Wohnplätze für Studierende
Mit dem Neubauprojekt am Gescherweg reagiert das Studierendenwerk Münster auf den weiterhin hohen Bedarf an bezahlbarem studentischem Wohnraum in Münster. Auf dem Gelände der bestehenden Wohnanlage am Gescherweg 70-84 entstehen zwei neue Gebäude mit sechs beziehungsweise sieben Geschossen und insgesamt 190 zusätzlichen Wohnplätzen.
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Gezielte Nachverdichtung auf eigenem Grundstück
Erste Überlegungen für Nachverdichtungen auf eigenen Grundstücken gab es bereits 2020. Die konkreteren Planungen für dieses Projekt begannen bereits im Jahr 2023. Aufgrund der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und steigender Grundstückspreise entschied sich das Studierendenwerk bewusst für eine Nachverdichtung auf eigenem Grundstück. Der ehemalige Parkplatz der Wohnanlage am Gescherweg 70–84, der in dieser Größe nicht mehr benötigt wurde, wird künftig für den Neubau genutzt.
Auf rund 4.000 Quadratmetern entstehen überwiegend Appartements-, ergänzt durch 2-Zimmer-Wohnungen. Etwa 70 Prozent der Wohnplätze werden möbliert angeboten. Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsräume sollen das soziale Miteinander fördern und Raum für Austausch schaffen. Auch die Gestaltung von Begegnungsflächen und Außenanlagen – Stichwort „Grüne Mitte“– wurde bei der Planung berücksichtigt.
Gesamtinvestition 22 Millionen Euro
Das Bauvorhaben wird über das Landesprogramm „Junges Wohnen NRW“ gefördert. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 22 Millionen Euro. Die geplante monatliche Kaltmiete beträgt etwa 230 Euro zuzüglich eines Möblierungszuschlags. Dieser Betrag ist durch die Förderbedingungen festgeschrieben. Die Fertigstellung der neuen Wohnanlage ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen.